Die Katakomben von Rom
Beim Gedanken an das romantische Rom fallen Ihnen wahrscheinlich nicht gleich geheimnisvolle Korridore und alte Krypten ein. Kurz außerhalb der Stadt befinden sich aber die Katakomben von Rom, ein Netzwerk aus unterirdischen Friedhöfen, das im 2. Jahrhundert n. Chr. gegraben wurde. Am beeindruckendsten sind die Callistus-Katakomben, wo 16 Päpste und ca. 30 Märtyrer begraben sind.
Der kleine Vatikan
Die Korridore strömen etwas Geheimnisvolles aus. Die Katakomben zählen nicht weniger als 4 Stockwerke und einige befinden sich 20 Meter unter der Erde. Der bedeutendste der verschiedenen Bereiche ist der Bereich der Päpste, auch als „der kleine Vatikan“ bekannt. Die Krypten der Päpste von Callistus gelten als die schönsten in den Katakomben und in den Mauern sind die ursprünglichen Inschriften noch immer zu sehen. Die Krypta von Cäcilia ist ein weiteres Highlight. Cäcilia, Patronin der Musik, wurde vor 5 Jahrhunderten hier begraben. Ungefähr 230 starb sie den Märtyrertod und ihr Leichnam war lange Zeit verschwunden. Ihre Grabstätte wurde mit den Callistus-Katakomben im Jahr 820 wiederentdeckt. Papst Paschalis I. erteilte den Auftrag, eine Kirche an dem Ort wieder aufzubauen, an dem sie gestorben ist, und brachte ihren Leichnam dorthin. Diese Grabkirche von St. Cäcilia können Sie noch immer in dem bezaubernden Trastevere-Viertel bewundern.
Unterirdische Symbolik
Die Gänge und Räume der Katakomben sind reich mit christlichen Symbolen verziert. Da die Christen ihren Glauben zu der Zeit nicht öffentlich ausüben durften, haben sie zum Ausdruck ihres Glaubens Symbole gemalt und eingeritzt. Die bekanntesten sind das Monogramm von Christus, der Fisch und der Gute Hirte. Das Monogramm besteht aus den griechischen Buchstaben X und P, den ersten beiden Buchstaben des griechischen Worts für Christus. Wurden diese in eine Grabstätte eingraviert, bedeutet es, dass dort ein Christ begraben wurde.
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