Verbesserungen an Bord

Flugreisen haben schwerwiegende Auswirkungen auf das Klima. Deshalb ist jeder Schritt zur Reduzierung wichtig. Während wir an langfristigen Lösungen arbeiten, nehmen wir bereits heute kleinere Änderungen vor. Die Verbesserungen an Bord sind einige der kleinen Schritte, die dazu beitragen, unseren gesamten Fußabdruck zu reduzieren.

Was wir tun

Wir nehmen kleine Änderungen an unseren Abläufen an Bord vor. So reduzieren wir das Gewicht der Gegenstände an Bord, treffen eine bewusste Auswahl unserer Mahlzeiten und versuchen, so viel wie möglich zu recyceln.

Gewichtsreduzierung

Ein leichteres Flugzeug verbraucht weniger Treibstoff und verursacht somit weniger CO₂-Emissionen. Deshalb versuchen wir, das Gewicht unserer Flugzeuge zu reduzieren. Beispielsweise, indem wir unsere Sitze, Servierwagen und andere Gegenstände an Bord leichter machen.

Die Änderungen mögen klein sein, aber sie haben eine gewisse Wirkung. Bei einem durchschnittlichen dreistündigen Flug werden rund 31.045 kg CO₂ ausgestoßen. Indem wir 1.000 kg weniger Gewicht mitführen, sparen wir etwa 275 kg CO₂ ein. Wir verbessern unsere Bemühungen ständig, denn jedes Kilo zählt.

Unsere Catering-Trolleys wurden durch leichtere Modelle ersetzt. Dadurch sparen wir bei jedem Interkontinentalflug durchschnittlich 400 Kilogramm ein.

Das Gewicht des Glasgeschirrs in der World Business Class wurde um 98 g reduziert. Das sind 14 kg weniger pro Flug, und somit werden die CO₂-Emissionen um 400 Tonnen pro Jahr verringert. Es fällt Ihnen schwer, sich diese Menge bildlich vorzustellen? Dies entspricht in etwa dem jährlichen Ausstoß von 30 niederländischen Haushalten.

Wir reduzieren das Gewicht unserer Sitze. Die folgenden Veränderungen helfen uns, mit ein paar Kilogramm weniger zu starten:

  • In unserer neuen Boeing 737 haben wir das Gewicht der Economy Class-Sitze um mehr als 2 kg pro Sitz reduziert. Das entspricht einer Gewichtseinsparung von rund 400 Kilogramm pro Flugzeug.
  • Die neuen World Business Class-Sitze der Boeing 777 und Boeing 787 gehören zu den leichtesten Sitzen in diesem Segment.
  • Alle neuen Sitze der Premium Comfort Class sind 1 kg leichter als die Vorgängermodelle.

Unsere Flüge ab dem Flughafen Schiphol führen weniger Trinkwasser mit. Das erspart uns laut unserem Klimaaktionsplan bis zu 2,7 Millionen kg CO₂ pro Jahr.

Die Verpackung unserer Sandwiches an Bord besteht aus Kunststoff. Dies ist zwar nicht die nachhaltigste Wahl, doch Kunststoff ist leichter als viele andere Materialien und trägt zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei. Aus demselben Grund verwenden wir auf unseren innereuropäischen Flügen auch Holzbestecke, um noch mehr Gewicht einzusparen.

In der World Business Class servieren wir unsere Mahlzeiten mit wiederverwendbaren Bestecken und die Getränke in wiederverwendbaren Gläsern.

Das Tablett, auf dem Sie Ihren Snack oder Ihre Mahlzeit erhalten, besteht aus leichterem Polypropylen (einer Kunststoffart) als die Tabletts, die wir zuvor verwendet haben. Dieses Material ist weniger umweltschädlich als andere Kunststoffarten. Wenn ein Tablett kaputtgeht, wird das Material zur Herstellung neuer Tabletts wiederverwendet.

Haben Sie bemerkt, dass wir keine Unterlagen auf den Tabletts mehr verwenden? Wir haben die Unterlagen durch rutschfestes Material ersetzt, das in das Tablett integriert ist, und sparen so jährlich rund 22 Millionen Einwegunterlagen ein.

Unsere Mahlzeiten

An Bord unserer Flüge servieren wir pro Jahr rund 40 Millionen Mahlzeiten. Bei der Auswahl dieser Mahlzeiten berücksichtigen wir deren Auswirkungen auf die Umwelt.

Bei einem guten Catering an Bord geht es um mehr als nur Geschmack. Bei der Auswahl der Lieferanten schauen wir auch auf deren Produktionsprozess, von der Beschaffung der Zutaten bis hin zum Umgang mit Abfall.

So servieren wir auf Flügen ab dem Flughafen Schiphol beispielsweise Fisch mit einem MSC- oder ASC-Siegel. Alternativ wählen wir Fisch von der grünen Liste des WWF Sustainable Seafood Guide.

Recycling

Unser Ziel ist es, bis 2030 durchgängig 50 % weniger Restmüll zu produzieren als im Jahr 2011. Im Jahr 2021 haben wir diesen Prozentsatz erreicht, sind uns jedoch bewusst, dass dies auf die geringere Anzahl an Flügen während der COVID-19-Pandemie zurückzuführen war. Das bedeutet, dass wir unser Ziel noch nicht erreicht haben.

Wir arbeiten intensiv daran, unser Abfallaufkommen weiter zu reduzieren. Der Großteil dieses Abfalls entsteht an Bord unserer Flüge. Wir haben bereits drei Recyclingprojekte für Bordprodukte vorgestellt.

Auf unseren innereuropäischen Flügen sammeln und recyceln wir 14 verschiedene Abfallarten, u. a. Pappe, Metall, Glas, Dosen und Kunststoff. Unser Recyclingpartner verwertet jährlich etwa 300 Tonnen Kunststoff für uns. Kunststoff aus PET-Flaschen ist das am häufigsten recycelte Material (80.000 kg).

Unser Kabinenpersonal trennt Kaffeesatz und Dosen für das Recycling. Der Kaffeesatz setzt beim Recycling Biogas frei, das als Kraftstoff für Fahrzeuge genutzt werden kann. Das verbleibende Material wird anschließend kompostiert.

Das Recycling unserer Kaffeesatzreste und Dosen ist eine Initiative im Rahmen unseres Mitarbeiter-Nachhaltigkeitswettbewerbs („Employee Sustainability Challenge“), bei dem unsere Mitarbeiter nachhaltige Ideen entwickeln.

Sie möchten Ihren Snack nicht essen? Kein Problem, wir geben ihn auf einem anderen innereuropäischen Flug an einen anderen Passagier aus. Unsere Snacks sind lange haltbar und müssen in der Regel nicht gekühlt werden.

Regeln und Vorschriften zum Recycling

Die Optimierung des Abfall- und Recyclingmanagements in unserer Branche kann eine Herausforderung darstellen. In einigen Ländern gibt es strenge Regeln und Vorschriften, die die Menge des zu recycelnden Materials einschränken. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Einschränkungen zu lockern. Sobald dies erreicht ist, werden wir in der Lage sein, mehr Abfall zu recyceln.

Lesen Sie mehr zum Thema Recycling in unserem Klimaschutzplan

Was Sie tun können

Als Fluggesellschaft sehen wir es als unsere Verantwortung, einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung durch den Flugverkehr zu leisten. Es gibt jedoch auch kleine Dinge, die Sie tun können, um einen Beitrag zu leisten.

Sie fliegen in den Urlaub oder machen eine Geschäftsreise? Unabhängig vom Anlass sollten Sie in Erwägung ziehen, auf Ihrer Reise weniger und leichteres Gepäck mitzunehmen. Auch wenn der Effekt noch so gering sein mag – jedes Kilogramm zählt.

Eine Möglichkeit, wie Sie uns dabei unterstützen können, Abfall zu vermeiden, ist, Ihre eigene (leere) Wasserflasche mitzubringen. Unser Kabinenpersonal füllt sie an Bord Ihres Fluges gerne für Sie auf.

Wussten Sie, dass Sie Ihre Bordkarte nicht ausdrucken müssen? Nach dem Online-Check-in erhalten Sie automatisch eine elektronische Bordkarte per E-Mail. Zeigen Sie diese unserem Personal einfach auf Ihrem Mobiltelefon.

Überlegen Sie es sich zweimal, bevor Sie fliegen. Wenn Ihr Reiseziel nahe an Ihrem Wohnort liegt, können Sie die Anreise per Bahn oder Bus in Erwägung ziehen. Diese Alternativen verursachen weniger CO₂-Emissionen als ein Flug.

Der Verzicht auf tierische Produkte kann dazu beitragen, die Umweltbelastung zu reduzieren. Aus diesem Grund servieren wir auf innereuropäischen Flügen ausschließlich vegetarische Sandwiches. Auf Interkontinentalflügen bieten wir stets eine vegetarische Option an, deren Verfügbarkeit jedoch begrenzt sein kann.

Möchten Sie sichergehen, dass Sie eine vegane oder vegetarische Mahlzeit erhalten? Bestellen Sie sie am besten vor Abflug vor.

Weitere Informationen zur Vorbestellung von Mahlzeiten für spezielle Ernährungsbedürfnisse

Häufig gestellte Fragen

Je leichter ein Flugzeug ist, desto weniger Kerosin (Flugzeugtreibstoff) verbraucht es. Ein geringerer Kerosinverbrauch bedeutet, dass weniger CO₂-Emissionen durch den Flug verursacht werden. Selbst kleine Veränderungen, wie beispielsweise leichtere Sitze oder Trolleys, können dazu beitragen, die Emissionen ein wenig zu reduzieren.

Sie möchten Ihren Beitrag leisten? Reisen Sie mit weniger und leichterem Gepäck.

Kunststoff mag nicht die nachhaltigste Wahl sein, aber er ist leichter als viele andere Materialien. Ein leichteres Flugzeug verbraucht weniger Kraftstoff und verursacht weniger CO₂-Emissionen. Deshalb kommt an Bord unserer Flüge immer noch Kunststoff zum Einsatz. Jedes Kilo zählt, auch wenn die Auswirkungen gering sind.

In einigen Ländern hindern uns strenge Einfuhrbestimmungen und -vorschriften daran, in dem Umfang zu recyceln, wie wir es gerne möchten. Unser Team arbeitet mit Hochdruck daran, diese Einschränkungen zu lockern. So können wir unser Ziel, den Restmüll bis zum Jahr 2030 um 50 % zu reduzieren, hoffentlich erreichen.

Lesen Sie mehr zum Thema Abfallreduzierung in unserem Klimaschutzplan

Es liegt in unserer Verantwortung, die Auswirkungen unserer Flüge auf die Umwelt zu reduzieren. Es gibt jedoch kleine Dinge, die auch Sie tun können, um einen Beitrag zu leisten. Reisen Sie zum Beispiel mit weniger Gepäck, nehmen Sie Ihre eigene Wasserflasche mit und verwenden Sie eine elektronische Bordkarte. Sie können auch einen Beitrag zum Kauf von SAF (einer besseren Alternative zu regulärem Flugkraftstoff) leisten.

Weitere Informationen zu SAF

Wir sind uns der Auswirkungen der Luftfahrt auf das Klima bewusst. Deshalb arbeiten wir daran, unsere betrieblichen Abläufe zu verbessern und zu modernisieren. Dies erfordert erhebliche Investitionen und alltägliche Entscheidungen, die dazu beitragen, unsere Emissionen zu reduzieren.

Wir investieren daher weiterhin in:

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